Politfactor

Die Welt jenseits des Mainstreams

Es ging (auch) in erster Linie ums Öl

Tja, nun hat die Regierung der VSA bzw. die hinter ihnen steckenden Ölmultis es schon fast geschafft: nach der Zerbombung des Iraks ins Mittelalter bekommen sie die Rechte an die Ölförderung im Irak.

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Es fehlt nur noch eine Ratifizierung eines Gesetzes, welches im Übrigen in Washington entworfen wurde, und sieht vor, dass die Ölmultis auf 30 Jahre 70 % der Förderung behalten – normalerweise ist es üblich, dass ihnen nur 20 % zugeschrieben würden.

Also mal ehrlich: die ehrlichen Steuerzahler finanzieren die Kriege und die Ölmultis streichen den Gewinn aus den Ölförderungen ein: es ist wohl mehr als bemerkenswert, wenn die Steuerzahler 66 US $ pro Fass Öl aufbringen müssen und die großen Konzerne keinen cent beisteuern. Allerdings dürften jetzt die Kosten um ein Vielfaches erhöht sein:

Das regierungsunabhängige Rocky Mountains Institute schätzt die Kosten der militärischen Sicherung der Ölversorgung aus dem persischen Golf für das Jahr 2000, also noch vor der dritten Irak-Krise, auf 66 Dollar pro Fass.

Auch Deutschland, wenn auch nicht aktiv am Irakkrieg beteiligt, fährt auf dieser Schiene: statt die Menschen in den Ländern anständig zu entlohnen, soll lieber interveniert werden – dazu aber später mehr.

Selbst Australiens Verteidigungsminister Brendan Nelson gibt zu, dass die Regierung Australiens die australischen Soldaten unter anderem wegen des Öls im Irak in Gefahr gebracht hatte.

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5. Juli 2007 - Posted by | Die Welt, Geheimdienste, Heimatschutz, Heuschrecken, Militarisierung, Naher Osten, Terrorismus, VSA, Weltpolitik

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