Politfactor

Die Welt jenseits des Mainstreams

Früher (im dritten Reich) verbrannte man Bücher – heute werden sie indiziert

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Da kommt doch jemand daher und meint, dass er das Recht auf Meinungsfreiheit hat und veröffentlicht ein Kinderbuch, worin die drei großen Religionen kritisch unter die Lupe genommen werden:

Das kleine Ferkel und der kleine Igel hatten immer geglaubt, es könnte ihnen gar nicht besser gehen. Doch dann entdeckten sie ein Plakat, auf dem geschrieben stand: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas!“ Also machten sie sich auf den Weg, um Gott zu suchen… 

Prompt kommt eine Familienministerin daher und stellt einen Antrag auf Indizierung des Buches – mit der Begründung:

Text und Abbildung des Buches wiesen mithin antisemitische Tendenzen auf. Das Buch sei somit geeignet, Kinder und Jugendliche sozial-ethisch zu desorientieren.

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Wie auf Wikipedia zu lesen ist, sind auch viele Medien und sogenannte Experten auf diesen Zug aufgesprungen und fordern eine Indizierung des Buches.

Ich muß gestehen, ich hatte von diesem Buch noch nie etwas gelesen oder gehört – bis ich von der Indizierung auf den NachDenkSeiten gelesen habe.

Nun werde ich es mir noch schnell kaufen gehen, bevor am 8. März das Buch auf den Index kommt.

Btw.: warum so viele etwas gegen ein so harmloses Buch haben? Meiner bescheidenen Meinung nach liegt es wohl mit daran, dass es der Politik zuwider läuft, dass da doch denkende, kritische Menschen heranwachsen könnten und die [Familien-]Politik hinterfragen könnte, wo doch die Ganztagsschule eingerichtet wurde und in den Kindergärten sollen die Kleinsten schon mal lesen und schreiben lernen – zum Wohle der Wirtschaft – aber das ist ein anderes Thema.

Politfactor meint: unbedingt lesenwert!

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1. Februar 2008 - Posted by | Deutschland, Leyen, Meinungsfreiheit, Religion, Zensur

1 Kommentar

  1. […] Politfactor berichtete, wollte die Familienministerin dieses Buch auf dem Index sehen, weil sie der Meinung ist, dass […]

    Pingback von Das kleine Ferkel darf weiterhin fragen: Wo bitte geht´s zu Gott?! « Politfactor | 8. März 2008


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